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JIM PANSEN aka Flo Sump macht Musik. Er glaubt,
er kann das. Und ich glaube das auch, immerhin bin ich ein kluger
Satz. Oder um genau zu sein: Ich bin eine kleine Biografie. Mein
eigentlicher Job besteht daraus, jede kleine Lebensstation des JIM
PANSEN aufzuzählen und in wahnsinnig beeindruckende und poetische
Geschichten einzubinden, so dass der Leser nach wenigen Sätzen
weiß: Aha, ein großartiger Künstler.
Die Frage ist, ob es dem nun vorliegenden Album "JIM PANSEN
und die verbotene Frucht" tatsächlich geholfen hat, dass
der Pansen schon im zarten Alter von sechs Jahren mit Holzlöffeln
auf Kochtöpfen rumgeprügelt hat. Oder ob sein Flow so
rund ist, weil er früher gerne mal unter der Dusche rappte.
Oder ob er Beats fühlen kann, weil seine Eltern zur Tanzschule
gingen. Ist es für sein jetziges Leben tatsächlich von
elementarer Bedeutung, dass er mit 16 Jahren die Schule verließ
um mit seiner 1991 gegründeten Band "Echt" das Land
zu rocken? Und wie kommt er knapp 5 Jahre nach der Trennung der
Gruppe dazu, ein Album zu veröffentlichen, dass sich musikalisch
so sehr von seinem bisherigen Werdegang unterscheidet? Darf er das
überhaupt?
Natürlich darf er. Und natürlich hat ihn sein bisheriges
Leben gelehrt, dass man sich in der Musikindustrie erstmal grundsätzlich
auf Niemanden verlassen kann, außer sich selbst. Was tut man
also, wenn man mit der Vergangenheit abschließt und trotzdem
weitermachen möchte? Die kluge Biografie verrät es dem
gespannten Leser: Man kapselt sich ab vom Rattenschwanz der Industrie,
schreitet nicht mehr elegant über rote Teppiche, gibt keine
Interviews und tut auch sonst Nichts, was mehr Schein als Sein beinhaltet.
Man konzentriert sich einfach auf den einzig wichtigen Gedanken,
den es in diesem Zusammenhang geben sollte: Musik zu machen. JIM
PANSEN hat's getan. 3 Jahre lang bastelte er mit einem langsam wachsenden
musikalischen Umfeld völlig unbeobachtet an einem Album, das
nur den Anspruch erfüllen sollte, gute Musik zu sein. Für
ihn. Ach so ja, und es geht übrigens um Hip Hop. Irgendwie.
Wie genau man seine Musik definieren möchte, ist dem Pansen
selber herzlich egal. Wer sie hören soll auch. Keine Nazis.
Sonst Jeder der will. Groß, klein, dick, dünn, cool,
uncool... JIM PANSEN macht Musik, weil er Freude daran hat. Und
Jeder, der daran teilhaben möchte, ist herzlich eingeladen.
Er selber sagt, dass es noch nie so leicht wie heute war, einen
Unterschied zu machen. Denn in einer Zeit, die von aufgesetzter
Härte und aufgeblasenen Egos dominiert wird, bringt es Spaß,
mal wieder einfach so mit etwas Frischem um die Ecke zu kommen.
Ehrlich, positiv, authentisch und voller Spaß an der Sache.
Welche Sache nochmal? Ach ja, Musik! JIM PANSEN macht nämlich
Musik. Er glaubt, er kann das. Und ich glaube das auch, immerhin
bin ich eine kluge Biografie....
www.myspace.com/jimpansen
www.jimpansen.com
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